22. Januar 2007

Vom Hören und Zuhören

Wie lebt man in einer stummen Welt? Wie kann man sich verständlich machen, wie seine Lebensziele erreichen? Geht das überhaupt? Und was ist mit der Chancengleichheit? All diese Fragen sind sehr interessant, denn taube Menschen leben in unserer Mitte, aber für gewöhnlich nehmen Viele sie und ihre Probleme nicht wahr. Blinden sieht man ihr Handicap an, aber Tauben erst wenn sie beginnen, mit ihren Händen sprechen. Umso wichtiger ist es, Ihnen ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen: das beginnt schon bei gemischten Schulen, denn nichts ist wichtiger als die Integration mit Hörenden. Die gesellschaftliche Sensibilität lässt in Deutschland (und anderswo) leider sehr zu wünschen übrig. Da hilft es auch nicht, einmal am Tag die Nachrichten im Fernsehen zu übersetzen, wobei die Übersetzerin dann so klein ist, dass es nicht möglich ist dem Programm zu folgen! Doch Information ist immer noch eines unserer Grundrechte. Übrigens gibt es eine "Mode" die Gehörlosensprache zu erlernen. Doch das dient diesen Leuten oftmals nur, zu zeigen wie toll und "verständnisvoll" sie sind. Sie verwechseln da was: Taube Menschen sind keine materiellen Güter mit denen man sich schmückt...

Helen Keller: Blind, taub und optimistisch. W. Pieper Medienexperimente, 2003.
www.gehoerlosen-bund.de --> Deutscher-Gehörlosen-Bund
www.glvmu.de/degeth/index.htm --> Deutsches Gehörlosentheater
www.gehoerlosen-kulturtage.de --> Treffen für Hörende und Nichthörende
www.goldene-hand.de/ --> Gebärdensprachfestival in Berlin